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Liste der freiberufliche Pflegefachpersonen HF/FH in Kranken- und/oder Psychiatriepflege.

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SBK Aktuell

2019.10.18. Pflege und Politik: Mit Vernunft in die Zukunft?

Lesen Sie hier weiter.

2019.10.04. Handeln, bevor es zu spät ist - aus Sicht eines SBK-Mitgliedes

BT vom 4.10.2019 Frontseite: Isabelle von Salis, SBK-Mitglied, sorgt sich um die Zukunft ihres Berufes, lesen sie hier

2019.07.04. Schlag ins Gesicht für die ambulante Pflege

Der Schweizer Berufsverband der Pflegefachpersonen (SBK) und sein Fachverband Curacasa sind empört über den Entscheid des EDI, die Beiträge für die ambulante Pflege um 3.6% zu senken. 

Diese Kürzung ist nicht nachvollziehbar und torpediert den Grundsatz „ambulant vor stationär“. Für Yvonne Ribi, Geschäftsführerin SBK ist das „ein Schlag ins Gesicht der Pflegefachpersonen, die als Freiberufliche oder in der Spitex tagtäglich die so dringend benötigten Pflegeleistungen erbringen“. Die ebenfalls beschlossene Erhöhung der Beiträge für die Pflegeheime darf nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, dass in der ambulanten Pflege ohne korrigierende Massnahmen kaum mehr eine Kostendeckung möglich ist. Deshalb sieht der SBK nun die Kantone in der Pflicht, ihre Beiträge für die Restfinanzierung ab 01.01.2020 um mindestens den gekürzten Betrag anzupassen.

Die vom EDI versprochene grundsätzliche Besserstellung der Pflegefachpersonen wird mit der Revision nicht erreicht, im Gegenteil. Nach wie vor wird ein ärztlicher Auftrag für die Pflegeleistungen vorausgesetzt und die Anpassung beschränkt sich auf die Verordnungsstufe. Diese Veränderung erfüllt die Forderungen der eidgenössischen Volksinitiative „Für eine starke Pflege“ nicht. Yvonne Ribi betont: „Das Beispiel zeigt, wie wichtig die Pflegeinitiative ist. Sie schafft die notwendigen Grundlagen auf Gesetzesstufe welche es für die Rechtssicherheit braucht. Es braucht eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen, um unnötige und kostspielige administrative Leerläufe abzuschaffen und um den Pflegefachberuf aufzuwerten. Die Pflegefachpersonen haben es satt, Spielball der Politik zu sein», so Ribi.

 

Für Auskünfte stehen zur Verfügung:

 

Yvonne Ribi, Geschäftsführerin SBK CH:  +41 79 830 48 50
Gérard Villarejo, Präsident Curacasa (Fachverband Freiberufliche): +41 79 759 18 52
Sophie Ley, Präsidentin SBK CH: +41 79 374 49 02

2019.07.04. Pflegefachpersonaldichte: Schweiz nicht Spitze, sondern Durchschnitt

In der Schweiz gibt es pro 1000 Personen 11.4 diplomierte Pflegefachpersonen. Damit rutscht die Schweiz im europäischen Vergleich von einem vermeintlichen Spitzenplatz ab ins Mittelfeld. Der Grund dafür sind die neu differenzierten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Der SBK ist zufrieden, dass die langjährigen Verhandlungen mit dem BFS endlich Früchte tragen.

Jahrelang kämpfte der Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner SBK mit dem Bundesamt für Statistik über die Zahlen, die letzteres an die OECD liefert. Der Grund für die Auseinandersetzung lag darin, dass das BFS die Zahlen zum Pflegepersonalbestand zwar differenziert an die OECD meldete, im entsprechenden OECD-Bericht „Health at a glance“ wurden diese jedoch aggregiert dargestellt. D.h. die Fachfrauen/Fachmänner Gesundheit wurden zu den „Nurses“ dazugerechnet. Die Folge davon war, dass die Schweiz im OECD-Bericht mit 18 „Nurses“ auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner scheinbar oben ausschwang.Diese aufgeblähten Zahlen hatten dazu geführt, dass der Pflegenotstand negiert wurde, mit dem Argument, es gebe mehr als genug Pflegefachpersonen in der Schweiz. Das war nicht nur für den SBK ein Ärgernis, sondern auch gefährlich, wie Roswitha Koch, Leiterin Abteilung Pflegeentwicklung des SBK deutlich macht: „Wenn zum Beispiel die Krankenversicherer fordern, dass bei der Pflege gespart wird, gefährdet das die Patientensicherheit.“ Internationale Studien belegen, dass das Risiko für Komplikationen wie Infektionen, aber auch das Sterberisiko steigen, wenn aus Kostengründen diplomiertes Pflegefachpersonal durch weniger qualifiziertes Personal ersetzt wird.

„Ich bin froh, dass sich unser jahrelanger Einsatz gelohnt hat“, sagt Roswitha Koch. „Die Zusammenarbeit mit dem BFS war faktenbasiert und lösungsorientiert. Das Resultat ist der eben erschienene Bericht ‚Pflegepersonal: Die Schweiz im internationalen Vergleich‘.“

Siehe auch GrafiK BFS

Die Pflegepersonaldichte liegt in der Schweiz also bei

  • 11.4 Pflegefachpersonen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner
  • 5.5 Fachpersonen Gesundheit oder Betreuung pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner
  • 7.7 Pflegehelferinnen pro 1000 Einwohnerinnen und Einwohner

Würde man nicht Personen, sondern Stellen (Vollzeitäquivalente) zählen, wäre die Zahl bei den dipl. Pflegefachpersonen noch um 24% tiefer, also bei 8.8/1000.

Für Rückfragen steht zur Verfügung: Yvonne Ribi, Geschäftsführerin SBK CH, Tel. 079 830 48 50

2019.06.25. Neue Interessengemeinschaft der Pflege in Davos?

Am vergangenen Mittwochabend trafen sich Pflegende aus den verschiedenen Institutionen des Gesundheitswesens im Kaffee Klatsch am Postplatz in Davos unter Mitwirkung der SBK GR.

Renate Rutishauser und Gudrun Bendel waren als Vertreterinnen des Berufsverbandes der Pflegefachpersonen (SBK) der Sektion Graubünden nach Davos gereist und stellten diesen gemeinsam mit Melanie Krähenbühl (Clavadel) den zahlreich erschienenen Gästen vor. Insgesamt biete Davos ein gutes Angebot für die unterschiedlichsten Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten. Es brauche allerdings auch einen Berufsverband, der sich für die Anliegen der Pflege und den Erhalt der hohen Pflegequalität einsetze. Damit die Arbeit auch in Zukunft befriedigend sei und attraktiv für junge Menschen vor der Berufswahl. Renate Rutishauser informierte über die Pflegeinitiative und den indirekten Gegenvorschlag der nationaltätlichen Gesundheitskommission, ausserdem über ihre im Grossen Rat eingereichte Anfrage nach genügend Praktikumsplätzen für Pflegestudierende. Die Anwesenden sprachen viele Themen an und stellten teilweise kritische Fragen. Gemeinsam ist allen das Engagement und die Freude am Beruf. Deshalb wird beabsichtigt, den gegenseitigen Austausch in Davos in einer neu zu gründenden Interessengemeinschaft (IG Pflege Davos)regelmässig fortzuführen. Der nächste Termin: 18. September, 18.00 – 20.00 Uhr, KaffeeKlatsch in Davos – weitere Interessierte sind herzlich eingeladen

2019.06.20. Stellungnahme zum indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative

Der SBK Schweiz hat seine Stellungnahme zum indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative erarbeitet. Er begrüsst es, dass der Handlungsbedarf endlich unbestritten ist und die Thematik mit grosser Ernsthaftigkeit angegangen wird. Allerdings nimmt der Gegenvorschlag nicht alle Forderungen der Pflegeinitiative auf.

Die Pflegeinitiative will:

  • Pflegequalität und Patientensicherheit garantieren
  • Ausbildung und Weiterbildung fördern
  • Anerkennung eigenverantwortliche Pflegeleistungen
  • Pflegeleistungen angemessen abgelten
  • Arbeitsbedingungen verbessern
  • Berufsbezeichnungsschutz schaffen

Der Gegenvorschlag will in die Ausbildung investieren, anerkennt zumindest teilweise die Forderung nach dem eigenverantwortlichen Bereich und sieht zudem den Berufsbezeichnungsschutz vor.

Es fehlen aber in den Mehrheitsanträgen Investitionen in eine bedarfsgerechte Personalausstattung und das Bekenntnis zu einer Verbesserung der Arbeitsplatzsituation.  Diese sind jedoch unerlässlich, will  man die Patientensicherheit und Pflegequalität auch in Zukunft garantieren.

Die ganze Stellungnahme steht hier zum Download zur Verfügung:

Word

Pdf

Vernehmlassungsunterlagen auf parlament.ch.... -> auch der SBK Graubünden wird dazu Stellung nehmen! (Stellungnahme wird zu gegebener Zeit veröffentlicht.)

Vernehmlassungsunterlagen des indir. Gegenvorschlags

 

 

2019.05.20. Indirekter Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative: Vernehmlassung eröffnet

Die Vernehmlassungsunterlagen zum indirekten Gegenvorschlag der nationalrätlichen Gesundheitskommission sind ab sofort auf der Webseite des Parlaments zur Verfügung.

Die Vernehmlassung dauert bis zum 14. August 2019. Der SBK wird so rasch wie möglich eine Mustervernehmlassung erarbeiten und seinen Partnern zur Verfügung stellen.

Links:

Medienmitteilung SGK-N vom 20. Mai 2019

Vernehmlassungsunterlagen

2019.05.18. Polit- & Pflegeprominenz am SBK-Kongress in Basel

Mit Nationalratspräsidentin Marina Carobbio, Elizabeth Iro, Chief Nursing Officer der Weltgesundheitsorganisation WHO und Pamela Cipriano, erste Vizepräsidentin des International Council of Nursing ICN und ehemalige Präsidentin des amerikanischen Verbands der Pflegefachpersonen ANA beehrten hochkarätige Persönlichkeiten den SBK-Kongress, der gestern zu Ende ging. 

Über 2000 Besucherinnen und Besucher, darunter 1000 Pflegestudierende, lockte der diesjährige SBK-Kongress ins Congress Center Basel. Es erwartete sie ein hochkarätiges Programm. Namhafte Referentinnen und Referenten boten fachliche Inputs und zeigten die neusten Trends aus Praxis und Forschung aus allen Bereichen der Pflege auf. Dazu gehörten zum Beispiel das neue Fachgebiet „Forensic Nursing“, eHealth, Leadership, Pflege von Menschen mit Demenz, Palliative Care, Patientensicherheit usw.
Thematisiert wurden auch Massnahmen, mit denen Pflegefachpersonen länger im Beruf gehalten werden können, da aufgrund des sich akzentuierenden Fachkräftemangels die Versorgungssicherheit gefährdet ist, nicht nur in der Schweiz, sondern weltweit.

Mit Nationalratspräsidentin Marina Carobbio richtete die höchste Schweizerin ein Grusswort an die Teilnehmenden. Zu Gast war ebenfalls SP-Nationalrätin Barbara Gysi, die über die neusten Entwicklungen rund um die Volksinitiative für eine starke Pflege und den indirekten Gegenvorschlag der nationalrätlichen Gesundheitskommission informierte. 
 
Zwei Höhepunkte unter vielen waren die Referate von Pamela Cipriano, ICN-Vizepräsidentin und ehemalige Präsidentin der American Nurses Association ANA am Donnerstag, sowie von Elizabeth Iro am Freitag. Elizabeth Iro ist die erste Chief Nursing Officer der Weltgesundheitsorganisation WHO. 
Die WHO sieht in der Stärkung der Pflegefachpersonen und Hebammen ein strategisches Ziel zur Sicherung der globalen Gesundheitsversorgung und damit einen zentralen Beitrag zur Erreichung der Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der UNO (SDG). Die WHO hat aus diesem Grund gemeinsam mit dem ICN die Kampagne Nursing Now lanciert. Der SBK unterstützt als Mitglied des ICN diese globale Kampagne, die das Profil und den Status der Pflegefachpersonen stärken will. 

Weitere Informationen:

2019.05.06. Pflegeinitiative: Indirekter Gegenvorschlag steht

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats SGK-N hat ihren indirekten Gegenvorschlag fertig beraten. Er kommt Mitte Mai in die Vernehmlassung.

Der indirekte Gegenvorschlag sieht Investitionen in die Ausbildung von Pflegefachpersonen vor und die Abgeltung von pflegerischen Grundleistungen ohne ärztliche Anordnung. Er nimmt damit zwei wichtige Forderungen der Pflegeinitiative auf.

Der Vorschlag wird ab Mitte Mai in die Vernehmlassung geschickt. Der SBK wird sich detailliert mit den Inhalten auseinandersetzen und den Vorschlag auch hinsichtlich Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsumgebungsqualität prüfen. Solche sind zentral, um die Berufsverweildauer in der Pflege zu erhöhen.

Links

2019.04.04. Santésuisse greift Pflegeinitiative mit abstrusen Zahlen an

Der Krankenversicherungsverband setzt die Sicherheit der Patientinnen und Patienten aufs Spiel, indem er den Fachkräftemangel in der Pflege ignoriert und Lösungen mit mehr als fragwürdigen Prognosen torpediert.

6000 Stellen für Pflegefachpersonen können nicht besetzt werden. Die Ausbildungszahlen erreichen bei den diplomierten Pflegefachpersonen seit Jahren nicht einmal die Hälfte des Bedarfs. Unattraktive Arbeitsbedingungen treiben Pflegende nach rund 15 Jahren aus dem Beruf. Aber für den Krankenkassenverband Santésuisse ist der Fachkräftemangel in der Pflege inexistent. Stattdessen setzt er mit unseriösen, auf aus der Luft gegriffenen „Berechnungen“  die Sicherheit der Patientinnen und Patienten aufs Spiel.  So argumentiert Santésuisse beispielsweise mit exorbitanten Lohnsteigerungen für das Pflegefachpersonal, als Folge sowohl der Volksinitiative als auch des indirekten Gegenvorschlags, der heute von der nationalrätlichen Gesundheitskommission behandelt wird.

Hingegen ignoriert der Kassenverband das  in zahlreichen internationalen Studien nachgewiesene Sparpotenzial von qualitativ hochstehender Pflege. Dieses lässt sich auf unter anderem auf kürzerer Spitalaufenthalte, tiefere Komplikations- und Infektionsraten und eine tiefere Sterblichkeit zurückführen. „Es ist mehr als bedenklich, wie Santésuisse Fakten negiert und mit unhaltbaren Zahlen auf Panik macht. Als Gesellschaft können wir es uns nicht leisten, dass Menschen pflegerisch unterversorgt sind oder ihre Sicherheit wegen des Personalmangel gefährdet wird. Darum braucht es die Pflegeinitiative“, sagt Yvonne Ribi, Geschäftsführerin der SBK.

Artikel zum Thema heute in der NZZ

2019.03.21. Hauptversammlung in der pdgr in Chur

An der HV wurde die langjährige Geschäftsleiterin Marlise Alig mit Applaus verabschiedet. Herzlichen Dank Marlise für dein unermüdliches Engagement! Im Vorstand gab es ebenfalls eine Rotation: Daniela Hamberger wurde neu für Kathleen Sievi in den Vorstand gewählt. Im übrigen wurden die statutarischen Traktanden behandelt.

2019.03.13. Ständerätliche Gesundheitskommission unterstützt indirekten Gegenvorschlag zur Pflegeinitiative

Die SGK-SR hat gestern über den indirekten Gegenvorschlag ihrer Schwesterkommission zur Pflegeinitiative beraten. Mehr

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